Herzlich Willkommen

Hier informieren wir über unseren Aktivitäten für eine städtische Koordinationsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer

 

1. Wir stellen fest, daß im Integrationskonzept das "Fachamt sich vorbehält eine Koordinationsstelle einzurichten"

2.Öffentliches Plenum: Wir diskutieren dazu mit Politker der Grünen, SPD, Linke

3. Wir versenden eine ausführliche Stellungnahme über die Notwendigkeit einer städtischen Koordinierungsstelle an alle Stadtverordneten. siehe Datei

4. Wir nehmen an der Stadtverordnetenversammlung (4 Stunden!) teil in der das Integrationskonzept ohne große Diskussion verabschiedet wird. Die SPD, CDU und Grünen sagen uns, um die Verabschiedung des Integrationskonzeptes nicht zu gefährden, soll zu unserer Forderung keine Diskussion stattfinden, sondern im Sozialausschuss behandelt werden. Anträge anderer Parteien werden nicht diskutiert.

5. Öffentliches Plenum: Gespräch mit dem zukünftigen Sozialdezerneten, Herr Manjura, über die Koordinationsstelle in Anwesenheit von Frau Küpers, Grüne.

6. Öffentliches Plenum: Gespräch mit der CDU über die Koordinationsstelle

7. Wir informieren uns über die Koordinierung der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer durch die Stadtverwaltung Mainz und geben diese Infos an lokale Politiker weiter.

8. Frau Küpers, Grüne setzt sich dafür ein, daß das Thema noch einmal im Sozialausschuss diskutiert wird, um über das hessische W.I.R Programm eine Stelle schon bald zu schaffen.

9. Wir nehmen an der Sozialausschussitzung teil und werden dazu kurz gehört.  Die SPD lehnt die Koordinierungsstelle ab.

Die CDU unterstützt die Einrichtung einer Koordinierungsstelle. Hr. Grossmann, ausgehender Sozialdezernent,  erwähnt, daß man schon zu Beginn des eintreffenden Flüchtlingsstrom seitens der Verwaltung eine Koordinierungsstelle gefordert hatte, die aber von den Stadverordnentenversammlungen damals abgelehnt wurde!

Die SPD, Sven Rotloff, schlägt vor das Thema an den Magistrat und dessen Haushaltsdebatte 2018/2019!

zu verweisen. Von Frau Küpers und die Linken sprechen vehement für eine sofortige Einrichtung, u.a. mit dem hessischen WIR Programm.

Der Sozialausschuss beschliesst zwar, daß eine Koordinierungsstelle für Flüchtlingshelfer entstehen soll, folgt aber in dem einstimmigen! Beschluss dem Vorschlag der SPD die Angelegenheit an den Magistrat, Haushaltsdebatte 2018/2019  weiterzuleiten.

10. Der Wiesbadener Kurier berichtet euphorisch darüber, daß eine Anlaufstelle geplant sei, siehe pdf Datei.

War das schon Wahlkampf?

11. Dieser Euphorie können wir nicht folgen: 

In unserem Leserbrief an den Kurier nehmen wir als Kernteam Stellung , siehe Datei.

Wertschätzung, Aktivierung von Bürgern (es fehlt dringend Bürgerhilfe für junge, männliche Geflüchtete), Begleitung und Fortbildung für die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer- all dem entzieht sich die Stadt Wiesbaden.

Stellungnahmen

Download
Die Lobby sendet eine Stellungnahme an alle Stadtverordneten zur Stadtverorndetenversammlung am 30.3. für eine Koordinierungsstelle
Die Stadtverordnetenversammlung beschliesst um 23 Uhr innerhalb von 10 Minuten das vorgelegte Integrationskonzept ohne über die städtische Koordinierungsstelle zu diskutieren.
2Presse_Offenen Brief an Stadtverordnete
Adobe Acrobat Dokument 255.3 KB
Download
Unsere Pressemitteilung zur Stellungnahme an die Stadtverordneten
2Presse_Offenen Brief an Stadtverordnete
Adobe Acrobat Dokument 255.3 KB
Download
Die Lobby hat mit dieser 2. Stellungnahme weitere Argumente für eine Koordinierungsstelle an Parteienvertreter für die Sozialausschusssitzung am 14.6. geliefert.
WiKurier_17.Juni.pdf
Adobe Acrobat Dokument 339.5 KB
Download
Der Wiesbadener Kurier berichtet, daß der Sozialausschuss am 14.6. eine "Anlaufstelle für Helfer" zugestimmt hat.
Es wird allerdings in dieser für die Politiker sehr positiven Berichterstattung NICHT gesagt, daß man einstimmig zwar die Einrichtung einer städtischen Koordinationsstelle zustimmt, aber dann alles an den Magistrat verweist. Dieser soll nun prüfen ob im Haushalt 2018/2019!!!! Geld da ist. Somit erst Mal auf "Eis gelegt".
WiKurier_17.Juni.pdf
Adobe Acrobat Dokument 339.5 KB

 

Leserbrief an den Wiesbadener Kurier Juli 2017 – ungekürzte Fassung -

 

Zum Beschluss des Sozialausschusses am 14. 06.17
Artikel im Wiesbadener Kurier „Anlaufstelle für Flüchtlingshelfer“ vom 17.6.2017

 

Warum auf ‚unbestimmt verschoben‘ nicht gut genug ist

 

Mit dem Beschluss des Sozialausschusses, die Einrichtung einer städtischen Koordinierungsstelle für Flüchtlingshelfer dem Haushaltsauschuss des Magistrats für 2018/19 zuzuschieben, hat die Stadt sich auf ‚unbestimmt‘ einer zivilgesellschaftlichen Aufgabe entledigt, deren negative Nachhaltigkeit deutlich voraussehbar, wenn auch nicht unwiderlegbar beweisbar, ist.

 

Die Argumentation, dass die Einsetzung der 2 Bildungskoordinatoren ein guter Anfang sei, ist insofern richtig, als sie längst überfällig war!  Deren Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich Spracherwerb und Bildung, inklusiver halben Stelle für zivilgesellschaftliches Engagement.  Der von der SPD/FDP vertretene Standpunkt „man müsse abwarten, was diese Stellen in Zukunft leisten können“ ist ein Veto gegen die Vernunft.

 

 Mit bestem Willen kann keiner erwarten, dass mit einer Halbtagstelle, mal ebenso, die sehr komplexen und arbeitsintensiven Bereiche abgearbeitet werden können, zum Beispiel: 1) Koordination bestehender Angebote, 2) Informationsplattform für alle Belange der Geflüchteten und 3) nachhaltige Aktivierung und Förderung der Ehrenamtlichen. Die Notwendigkeit der Koordinationsstelle für die Flüchtlingshelfer scheint ja unbestritten. Der Prozess der Integration ist jedoch sehr dynamisch. Neue Bedarfe müssen schnell erkannt und zügig bedient werden. Schon zeichnen sich Lücken in der ehrenamtlichen Begleitung junger Geflüchteter ab. Wer nicht pflegt, was er hat, lässt es verkommen.

 

Vom Kernteam „Lobby der FlüchtlingshelferInnen Wiesbaden“
Jochen Enders, Rosemarie Heyer, Julius Gomes, Antje Streit